Auf der A1 zwischen Bern-Bethlehem und Kirchberg wird in diesem Jahr eine Anlage zur Geschwindigkeitsharmonisierung und Gefahrenwarnung installiert. Dafür wird es lokal zu Einschränkungen kommen. Die Arbeiten beginnen Ende Februar und dauern bis ca. Mitte November.
Die
A1 zwischen Bern und Kirchberg weist ein hohes Verkehrsaufkommen auf, es kommt deshalb regelmässig zur Staubildung. Mit Verkehrsmanagement-Massnahmen wie etwa der Geschwindigkeitssignalisation und Gefahrenwarnung, kurz GHGW, kann der Verkehr länger flüssig gehalten werden. Bei hohem Verkehrsaufkommen wird die Höchstgeschwindigkeit schrittweise reduziert und so die Kapazität erhöht (weitere Infos siehe Kasten).
Eine solche GHGW-Anlage soll nun auf dem Abschnitt der A1 zwischen Bern-Bethlehem und Kirchberg installiert werden. Auf diesem Abschnitt existiert bereits eine ältere, ähnliche Anlage, das
sogenannte Verkehrsbeeinflussungssystem Bern. Diese Anlage weist jedoch einige Defizite auf. Die
Abstände zwischen den Signalen sind zu gross und nicht auf der ganzen Strecke ausgeführt. Zudem
kann das System nicht mit den anderen Verkehrsmanagement-Systemen in der Region verknüpft
werden. Aus diesem Grund wird eine neue GHGW-Anlage installiert, wie sie z.B. auch schon auf
der
A6 zwischen Thun und Bern in Betrieb ist.
Verkehrseinschränkungen für Bau der GHGW-Anlage
Für die neue Anlage müssen diverse Signalportale und die entsprechenden Signale installiert und
verkabelt werden. Auch verschiedene Sensoren zur Messung des Verkehrsaufkommens werden
entlang der Strecke installiert. Zudem muss die ganze Anlage an den Verkehrsrechner angeschlossen
werden. Die Arbeiten dazu starten am 26. Februar 2024 und dauern bis ca. Mitte November 2024. Für
die Arbeiten wird die Höchstgeschwindigkeit reduziert und der Pannenstreifen
gesperrt. Arbeiten,
welche die
Sperrung einer Spur bedingen, werden nachts ausgeführt. Die
Einschränkungen gelten jeweils nur für die entsprechende Stelle, bei der Arbeiten stattfinden.
In den letzten Jahren wurde bereits auf der A6 zwischen Thun-Süd und Muri sowie auf der A1
zwischen Kirchberg und Kriegstetten GHGW-Anlagen installiert. Im Sommer 2024 geht zudem die
Pannenstreifen-Umnutzung zwischen Bern-Wankdorf und Muri in Betrieb, eine weitere
Verkehrsmanagement-Massnahme.
Mit der Inbetriebnahme der GHGW-Anlage zwischen Bern-Bethlehem und Kirchberg verfügt die Region über ein weitläufiges, zusammenhängendes Netz an Verkehrsmanagement-Massnahmen, die alle zentral gesteuert werden und so abschnittsübergreifend die Kapazität der Autobahn optimieren.
GHGW kurz erklärt
Die meisten Staus auf dem Nationalstrassennetz sind auf Verkehrsüberlastung zurückzuführen.
Um den Verkehr auch in den Spitzenzeiten möglichst lange flüssig zu halten, setzt das Bundesamt für Strassen ASTRA unter anderem auf Verkehrsmanagement-Massnahmen. Eine solche Massnahme ist das System zur Geschwindigkeitsharmonisierung und Gefahrenwarnung, kurz
GHGW. Bei hohem Verkehrsaufkommen wird die Höchstgeschwindigkeit temporär auf 100 km/h und wenn nötig auf 80 km/h herabgesetzt. Durch die tieferen Geschwindigkeiten können die Fahrzeuge näher aufschliessen. Durch die Angleichung der Geschwindigkeit zwischen Personen- und Lastwagen nehmen die Brems- und Beschleunigungsvorgänge ab. Damit steigt die
Leistungsfähigkeit des betroffenen Abschnitts. Damit die Verkehrsteilnehmenden wissen, warum die Höchstgeschwindigkeit herabgesetzt wird, informiert zusätzlich ein Gefahrenwarnsignal über den Grund wie etwa Verkehrsüberlastung oder Unfall.
Quelle der Polizeinachricht: Bundesamt für Strassen ASTRA