Basel – Neue Velostrasse ersetzt Parkplätze
Basel – Neue Velostrasse ersetzt Parkplätze
Redaktion Polizeiticker Schweiz
Mehr Platz und bessere Trennung vom Autoverkehr erhöhen die Sicherheit für Velofahrende. (Bildquelle: Kanton Basel-Stadt)
Die erste Etappe für die neue Velovorzugsroute in der Bäumlihofstrasse in Basel startet. Dafür wird eine Velostrasse markiert und 53 Parkplätze fallen weg. Ziel ist mehr Sicherheit und Komfort für Velofahrende.
Der Kanton möchte auf der Nebenfahrbahn der Bäumlihofstrasse eine Velostrasse markieren. Damit steigen die Verkehrssicherheit und der Komfort für Velofahrende. Um genügend Platz für die Velostrasse zu schaffen, müssen die Parkplätze entfallen. Die neue Velostrasse schliesst eine wichtige Lücke auf der viel befahrenen Veloroute zwischen Riehen und dem Wettsteinplatz. Künftig entspricht die Bäumlihofstrasse den Anforderungen einer Velovorzugsroute. Der Kanton realisiert damit einen ersten wichtigen Schritt hin zum Ziel des angenommenen Gegenvorschlags zur Initiative für sichere Velorouten.
Noch bis im Frühling laufen in der Bäumlihofstrasse die letzten Arbeiten der Umgestaltung. Im Zuge des Fernwärmeausbaus nutzt der Kanton die Gelegenheit, das Stadtklima zu verbessern und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. So steht den Velofahrenden in Fahrtrichtung Riehen neu ein Velostreifen zur Verfügung. Stadteinwärts müssen die Velofahrenden derzeit über die enge Nebenfahrbahn fahren, auf der einseitig Autos parkieren dürfen. Nun möchte der Kanton hier eine Velostrasse einrichten. Um die hierfür notwendige Durchfahrtsbreite zu erreichen, müssen alle 53 Parkplätze in der Nebenfahrbahn entfallen. Die entsprechende Verkehrsanordnung wird morgen Mittwoch, 21. Januar 2026 im Kantonsblatt publiziert.
Mit der neuen Velostrasse können Velofahrende die Bäumlihofstrasse in beide Richtungen sicher und komfortabel befahren. Dies stärkt die viel befahrene Verbindung von Riehen über die Bäumlihofstrasse bis zur Wettsteinallee. In der Wettsteinallee (Peter-Rot-Strasse bis Schwarzwaldallee) hat der Kanton bereits 2024 eine sichere Veloverbindung realisiert. Der neue Abschnitt in der Bäumlihofstrasse schliesst eine wichtige Lücke der ansonsten bereits gut ausgebauten Veloroute, die damit zur Velovorzugsroute wird.
Die Umwelt-, Verkehrs- und Energiekommission des Grossen Rates sowie Pro Velo hatten die Velostrasse auf der Nebenfahrbahn der Bäumlihofstrasse bereits vor Beginn der dortigen Bauarbeiten gefordert. Nach der Annahme des Gegenvorschlages zur Initiative «Sichere Velorouten in Basel-Stadt» im Mai 2025 kommt der Kanton dieser Forderung nun nach. Es ist ein erster Schritt hin zum Ziel, innerhalb von zehn Jahren insgesamt rund 40 zusätzliche Kilometer Velovorzugsrouten zu realisieren.
Sichere, durchgehende und komfortable Veloverbindungen tragen zudem zum Erreichen der Umweltschutz- und Klimaziele des Kantons sowie zur Steigerung der Lebensqualität bei. Da Platz im öffentlichen Strassenraum ein äusserst rares Gut ist und die Ansprüche an den öffentlichen Raum zunehmen (Stadtgrün, Boulevard-Gastronomie u.a.), geht der Ausbau der Veloinfrastruktur oft zu Lasten von Parkplätzen. Dies hat der Kanton bereits im Abstimmungskampf deutlich gemacht: Es ist davon auszugehen, dass im Rahmen des Ausbaus der Velovorzugsrouten voraussichtlich rund 900 Parkplätze weichen müssen.
Einbahnverkehr für Autofahrende in der Allmendstrasse
Nach Abschluss der Bauarbeiten in der Bäumlihofstrasse richtet der Kanton in der Allmendstrasse im Abschnitt Riehenstrasse bis Bäumlihofstrasse zudem eine Einbahnstrasse für Autofahrende in Richtung Bäumlihofstrasse ein. Dadurch steigt die Verkehrssicherheit auf der dort bereits bestehenden Velostrasse. Ziel ist es, dass Velostrassen möglichst frei von Durchgangsverkehr sind, was den Anforderungen von Velovorzugsrouten entspricht. Zudem kommt der Kanton damit einem Wunsch aus der Anwohnerschaft nach. Das Einrichten dieser Einbahnstrasse wurde bereits im Dezember 2023 im Kantonsblatt publiziert.


