Crans-Montana VS – Finanzielle und psychologische Unterstützung für Betroffene
Crans-Montana VS – Finanzielle und psychologische Unterstützung für Betroffene
06.01.2026 | 10:17
Redaktion Polizeiticker Schweiz
(Symbolbild) (Bildquelle: Julia Schwab auf Pixabay)
Der Walliser Staatsrat hat nach dem Brand in Crans-Montana beschlossen, betroffene Familien finanziell und administrativ zu unterstützen, Einsatzkräfte psychologisch zu betreuen und den Brandschutz kantonsweit zu überprüfen. Die nationale Gedenkfeier für die Opfer findet am Freitag, 9. Januar, im Rahmen des nationalen Trauertags statt.
Der Brand in Crans-Montana hat unseren Kanton tief erschüttert und viele Familien in Trauer und Bestürzung zurückgelassen.
Der Staatsrat hat eine Sondersitzung zu diesem Drama abgehalten. Er hat beschlossen, die Opfer und ihre Familien mit finanzieller Hilfe zu unterstützen, deren Modalitäten noch festgelegt werden müssen. Er beabsichtigt ausserdem, sie bei ihren Behördengängen zu unterstützen, insbesondere durch die Opferhilfe-Beratungsstellen OHG (Bundesgesetz über die Hilfe an Opfer von Straftaten).
Die Regierung beabsichtigt, Menschen, die psychologische Unterstützung
benötigen, überall dort Hilfe zukommen zu lassen, wo diese benötigt wird. Was die
Schulen betrifft, so wurde ein Team von auf Notfälle spezialisierten Psychologen
mobilisiert.
Um die zahlreichen Helfer, die mit diesem Ereignis konfrontiert sind, zu
unterstützen, werden zusätzliche personelle und finanzielle Mittel benötigt. Der
Staatsrat hat beschlossen, alle Einsatzteams zu unterstützen und ihnen eine
koordinierte Lösung anzubieten.
Diese wird in Absprache mit den verschiedenen betroffenen Partnerinnen und Partnern festgelegt und umgesetzt. Bei dieser Sitzung hat der Staatsrat ausserdem beschlossen, alle Gemeinden aufzufordern, sich mit jeder öffentlich zugänglichen Einrichtung in Verbindung zu setzen, um deren interne Verfahren, die Ausbildung ihres Personals sowie die derzeit bestehenden Sicherheitsvorkehrungen zu überprüfen.
Er erinnert sie daran, dass diese Einrichtungen regelmässig von einem Brandschutzfachmann überprüft werden müssen. Gegebenenfalls müssen geeignete Massnahmen ergriffen werden, um jegliches Risiko für Personen und Infrastrukturen zu vermeiden.
Der Staatsrat prüft auch, inwieweit die Gesetzgebung zum Brandschutz nach
diesem dramatischen Ereignis angepasst werden muss.
Gedenkfeier in Martinach
Am Freitag, dem 9. Januar, dem nationalen Trauertag, findet eine offizielle
Gedenkfeier für die Opfer des Brandes in Crans-Montana statt. Die Vorbereitungen
für diese Feier werden in enger Zusammenarbeit mit der Eidgenossenschaft und der
Gemeinde fortgesetzt.
Ursprünglich in Crans-Montana geplant, wird sie aus Gründen, die mit den angekündigten Schneefällen und der Sicherheit zusammenhängen, im CERM in Martinach stattfinden.
Der offizielle Teil, der sich an die Opfer und ihre Angehörigen richtet, beginnt um 13.45 Uhr in Anwesenheit von internationalen, eidgenössischen, kantonalen und lokalen Behörden. Alle betroffenen Familien sind eingeladen, daran teilzunehmen. Für die Bevölkerung wird nach Anmeldung im Kongresszentrum Le Régent in CransMontana eine Übertragung der Zeremonie organisiert, um an diesem Tag der nationalen Trauer einen Moment der Besinnung und Solidarität zu teilen.
Um 14.00 Uhr werden alle Glocken der Schweizer Kirchen fünf Minuten lang läuten und es wird eine Schweigeminute eingelegt.


