In der Nacht auf heute ist es gegen 03.20 Uhr in der Altstadt von Delémont zur Explosion eines Geldautomaten von PostFinance gekommen. Die Detonation war weit über das Stadtgebiet hinaus zu hören. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden ist jedoch erheblich. Mehrere Schaufenster in angrenzenden Gebäuden gingen zu Bruch. Vier tatverdächtige Personen flüchteten vom Tatort.
Der Einsatz erforderte das Aufgebot zahlreicher Dienste. Rund 20 Angehörige der Kantonspolizei Jura standen im Einsatz, unterstützt durch Ermittler des Bundesamts für Polizei (fedpol). Ebenfalls vor Ort waren die Gendarmerie, die Kriminalpolizei sowie der Identitätsdienst.
Der Einsatz von Sprengstoff wurde bestätigt. Die Abklärungen erfolgten in Zusammenarbeit mit
fedpol, Spezialisten der Wissenschaftlichen Polizei Zürich sowie dem BEX, dem Entschärfungsdienst der Kantonspolizei Bern.
Die Ermittlungen werden unter der Leitung der Bundesanwaltschaft (BA) geführt. Ziel ist es, die genauen Umstände der Tat sowie das Ausmass des Schadens zu klären. Derzeit ist noch unklar, ob und in welcher Höhe Bargeld entwendet wurde.
Es entstand erheblicher Sachschaden (Bildquelle: Kantonspolizei Jura)
Zeugenaufruf
Personen, die zur Tatzeit oder kurz danach Beobachtungen gemacht haben oder über Foto- oder Videoaufnahmen verfügen, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei des Kantons Jura unter der Telefonnummer 032 420 65 65 zu melden.
Abschliessend weist die Polizei darauf hin, dass bereits in der vergangenen Woche ein weiterer Geldautomat in
Delémont Ziel eines Einbruchsversuchs war. Dank der damals getroffenen Sicherheitsmassnahmen konnte dieser Angriff verhindert werden, die Täterschaft flüchtete.
Quelle der Polizeinachricht: Kapo JU