Suhr AG - Verfahren nach tödlichem Schuss eingestellt
Suhr AG - Verfahren nach tödlichem Schuss eingestellt
11.03.2024 | 15:35
Redaktion Polizeiticker Schweiz
(Symbolbild) (Bildquelle: witwiccan (CC0))
Nach einer tödlichen Schussabgabe eines Aargauer Kantonspolizisten auf einen 68-Jährigen während eines gefährlichen Polizeieinsatzes in Suhr, wurde die Einstellung des Verfahrens bekanntgegeben.
Im November 2020 erhielt die Kantonspolizei einen Notruf, wonach in Suhr ein Mann mit Suizid
drohe. Vor Ort gestaltete sich der Kontakt mit dem selbstgefährdenden 68-Jährigen für die Polizisten
als schwierig. Er hielt ein Messer in der Hand und sprach Drohungen gegen die Polizisten aus. Auch
zeigte sich der Mann nicht gesprächsbereit und ging in keiner Weise auf die Deeskalationsversuche
der Beamten an.
Kurze Zeit später ging er mit dem Messer unvermittelt auf die Einsatzkräfte los. Um den lebensge-
fährlichen Angriff zu stoppen, machte die Polizei von der Schusswaffe Gebrauch. Dabei erlitt der
Mann tödliche Verletzungen. Die umgehend eingeleiteten Reanimationsversuche konnten ihn nicht
retten und er verstarb noch am Einsatzort.
Wie in diesen Situationen üblich, wird das Vorgehen der Polizei während des Einsatzes von Amtes
wegen untersucht. Die Staatsanwaltschaft leitet hierzu ein entsprechendes Verfahren wegen vor-
sätzlicher Tötung ein und stellt Fragen zum Schusswaffeneinsatz und dessen Verhältnismässigkeit.
Ebenfalls üblich ist das Einsetzen eines ausserordentlichen Staatsanwaltes aus einem anderen Kanton, was die objektive Sicht auf die Ereignisse weiter unterstützt.
Diese detaillierte Untersuchung der Staatsanwaltschaft Luzern wurde nun abgeschlossen. Sowohl
die Aussagen der Zeugen wie auch die Obduktion und die Sachbeweise ergeben ein einheitliches
Bild. Für die Abwehr der für den angegriffenen Polizisten lebensgefährlichen Situation stand zu die-
sem Zeitpunkt kein milderes Mittel zur Verfügung. Der Polizist hatte in Notwehr gehandelt. Der Ein-
satz der Schusswaffe war verhältnismässig.
Das Verfahren gegen den Polizisten wurde in der Folge eingestellt. Gegen die Verfügung kann das
Rechtsmittel ergriffen werden.
Quelle der Nachricht: Oberstaatsanwaltschaft AG

