Wallis - Zahlreiche Unfälle bei Fels- und Gletschertouren im Hochgebirge - Zahl ansteigend
Wallis - Zahlreiche Unfälle bei Fels- und Gletschertouren im Hochgebirge - Zahl ansteigend
19.08.2022 | 07:47
Kantonspolizei Wallis
(Symbolbild) (Bildquelle: Kantonspolizei Wallis)
In dieser Sommersaison 2022 stellen wir leider eine Zunahme der Unfälle im Hochgebirge fest. Diese ist im Zusammenhang mit mehr als acht Wochen gutem Wetter und einer hohen Besucherzahl auf den Alpengipfeln zu sehen. Die Kantonspolizei und der Schweizer Bergführerverband lancieren eine Präventionsbotschaft.
Obwohl Hitzeperioden zu einem beschleunigten Schmelzen der Gletscher und
Auftauen des Permafrostbodens führen, was durch Schneemangel aufgrund des
niederschlagsarmen letzten Winters noch verstärkt wird, können wir bis heute keinen
direkten Zusammenhang mit dem Anstieg der oben genannten Unfälle herstellen.
Hingegen bestätigen wir, dass viele Unfallopfer nicht angeseilte Bergsteiger in
Zweier- oder Dreiergruppen oder auch Einzelgänger sind. Diese Feststellung
veranlasst den Schweizerischen Bergführerverband, eine spezifische
Präventionsbotschaft zu platzieren:
"Grundsätzlich und bei der Mehrheit der Hochgebirgstouren seilen sich die
Bergsteiger an und sichern ihr Vorankommen beim Auf- und Abstieg mit geeigneter
Seilhandhabung".
Bergsteiger, welche die Seilhandhabung nicht beherrschen, sollten entweder auf
bestimmte Touren verzichten, sich auf Routen begeben, bei welchen das Anseilen
nicht erforderlich ist oder sich von einem Bergführer führen lassen.
Quelle: Kantonspolizei Wallis

