Zürich – Mehrere Gewaltvorfälle in der Silvesternacht
Zürich – Mehrere Gewaltvorfälle in der Silvesternacht
01.01.2026 | 12:07
Redaktion Polizeiticker Schweiz
Symbolbild (Bildquelle: Zürich Tourismus (CC BY-NC-ND 2.0))
Neben dem Grosseinsatz am Silvesterzauber war die Stadtpolizei Zürich über den Jahreswechsel stark gefordert. Es kam zu mehreren Gewaltdelikten, Einbrüchen und weiteren Zwischenfällen. In zwei Fällen von Körperverletzung sucht die Polizei Zeuginnen und Zeugen.
Neben dem Grosseinsatz am Silvesterzauber hatten die Einsatzkräfte der Stadtpolizei Zürich über den Jahreswechsel auch sonst alle Hände voll zu tun. In zwei Fällen sucht die Polizei nach Körperverletzungen Zeugen.
Wie in der Vergangenheit strömten trotz eisiger Temperaturen erneut mehrere Zehntausend Personen zum Zürcher Seebecken an den Silvesterzauber. Obwohl im Vorfeld und an der Veranstaltung selbst auf das Verbot von privatem Feuerwerk hingewiesen wurde, hielten sich diverse Besuchende nicht daran und zündeten Feuerwerkskörper inmitten der Menschenmenge. In diesem Zusammenhang wurden diverse Personen kontrolliert, Feuerwerk sichergestellt und Wegweisungen ausgesprochen.
Kurz nach 0.15 Uhr nahm die Stadtpolizei in diesem Zusammenhang einen 19-jährigen Schweizer fest. Er führte verbotenes und gefährliches Feuerwerk mit sich.
Kurz vor Mitternacht ging die Meldung über eine verletzte Person am Limmatquai 3, direkt beim Restaurant «Terrasse», ein. Vor Ort trafen die Einsatzkräfte auf eine Person, die Stichverletzungen am Oberkörper aufwies. Der 19-jährige Afghane musste nach einer medizinischen Erstversorgung vor Ort in kritischem Zustand von der Sanität von Schutz & Rettung Zürich in ein Spital gebracht und dort notoperiert werden.
Die Umstände sind unklar und werden nun durch die Staatsanwaltschaft I und die Kantonspolizei Zürich abgeklärt. In diesem Zusammenhang sucht die Kantonspolizei Zürich Zeugen. Hinweise werden unter der Nummer 058 648 48 48 erbeten.
Um Mitternacht trafen zwei Stadtpolizisten auf einer Parkbank an der Hohenbühlstrasse 15 auf eine offensichtlich verletzte Person. Diese wies eine Stichverletzung am Oberkörper auf. Durch die angeforderte Sanität wurde der 19-jährige Afghane in ein Spital gebracht. Auch in diesem Fall sind die Umstände unklar. Diese werden durch die Stadtpolizei Zürich und die Staatsanwaltschaft Zürich abgeklärt.
Auch zu diesem Vorfall werden Zeugen gesucht. Personen, die Hinweise geben können, melden sich bitte bei der Stadtpolizei Zürich unter der Nummer 0 444 117 117.
Praktisch zur selben Zeit ging bei der Einsatzzentrale der Stadtpolizei Zürich die Meldung über einen möglichen Einbruch an der Walchestrasse ein. Die sofort ausgerückten Polizisten konnten noch vor Ort auf zwei mutmassliche Einbrecher treffen. Eine Scheibe war bereits eingeschlagen, und die beiden Tatverdächtigen führten Einbruchwerkzeug mit. Der 28-jährige Algerier und der 16-jährige Marokkaner wurden festgenommen und für weitere Abklärungen auf eine Polizeiwache gebracht.
Gegen 2.30 Uhr musste aufgrund eines Streits eine Patrouille zum «Piazza Cella» ausrücken. Während der Fallbearbeitung wurde ein Polizist von einer unbeteiligten Drittperson unvermittelt tätlich angegangen und leicht verletzt. Der Polizist musste sich vorübergehend in Spitalbehandlung begeben. Der Angreifer, ein 30-jähriger Schweizer, wurde festgenommen und auf eine Polizeiwache gebracht.
Weiter kam es im Verlauf der Nacht zu diversen Meldungen und Einsätzen, unter anderem wegen Streitereien, Sachbeschädigungen sowie Bränden von Abfalleimern, Containern oder anderem Kleinmaterial.
Fünf Personen mussten in die Zürcher Ausnüchterungs- und Betreuungsstelle ZAB eingeliefert werden. Zwei Jugendliche im Alter von 16 respektive 17 Jahren mussten aufgrund ihres stark alkoholisierten Zustands mit der Sanität von Schutz & Rettung Zürich direkt in ein Spital gebracht werden.
Bereits vor Silvester musste die Stadtpolizei Zürich rund zwei Dutzend Mal wegen des Einsatzes von privatem Feuerwerk ausrücken. Dabei wurden diverse Personen kontrolliert und Feuerwerk sichergestellt.
Quelle der Polizeinachricht: Stapo ZH

